Hirzer (2781m)
Am Samstag morgen war wunderbares Wetter. Eine subjektiv empfundene Schande wäre es gewesen, in der Wohnung zu bleiben. So entschieden Petra und ich, auf den Hirzer zu wandern. Der Hirzer ist ein wunderbarer Aussichtsberg oberhalb der im Passeiertal gelegenen Dörfer Obertall und Untertall. Ich vermeide es so gut wie möglich mit dem Lift in die Höhe zu fahren, um von dort aus auf einen Berg zu gehen. Zum einen, weil mir dieser Habitus nicht liegt, zum anderen, weil viele Berge eh schon nieder genug sind
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Nun denn, so parkten Petra und ich das Auto kurz vor Obertall auf ~1400m. Von hier aus ging es eine Schotterstraße entlang Richtung Gompmolm, die wir ab und zu über vorhandene Steige abkürzten (Weg 4 und 5). Von der Gompmalm aus ging es wieder über eine Schotterstraße, vorbei an der Hirzerhütte Richtung Talneralm/ Reseggeralm( ~2017m). Hier aßen wir jeweils ein Ei und Crackers und wanderten schließlich an einem Schafabtrieb vorbei auf einem Wanderpfad zum Ende der vollflächigen Vegetation. Leider bekam Petra im Laufe der Wanderung Schmerzen im Rücken, weshalb sie ca. 400Hm unter dem Gipfel entschied, zu bleiben und zu warten bis ich wieder zurückkomme. So ließ ich sie mit dem Rucksack alleine und machte mich mit dem Windstopper und den Fivefingers auf, um den Gipfel zu erklimmen. Der Hirzer ist aufgrund der Möglichkeit, bis 2000m mit dem Lift hinauf zu fahren, ein viel begangener Berg, was mir nicht liegt, aber die Wandersleut sind meist sympathisch, so machte es mir nichts aus. Mir machte es sogar Spaß, mit den kurzen Hosen und den Fivefingers an den anderen vorbei zu laufen (wirklich laufen, weil meine Petra ja wartete), da man von den meisten über mein Schuhwerk einen Kommentar hörte. Innerhlab einer halben Stunde hatte ich die restlichen Höhenmeter zurückgelegt und hatte meinen Eintrag im Gipfelbuch noch Platz, danach war dessen letzte Seite auch gefüllt. Auf dem Gipfel inhalierte ich die Bergluft, erfreute mich an der herrlichen Aussicht, knipste einige Fotos und machte mich im Laufschritt wieder talwärts. Als ich Petra, die bereits ein Stückchen vorausgegangen war, eingeholt hatte, schaltete ich wieder in den Gehmodus.
Neben der Hirzeralm aßen wir fast den restlichen Proviant auf und beobachteten den Hubschrauber Pelikan 1, der, wie wir später erfuhren, Pater Severin Santer suchte, diesen aber leider nur mehr tot bergen konnte. Danach machten wir uns auf dem Weg zum Auto, das wir gegen 17.00 erreichten. Auf dem Nachhauseweg kauften wir noch die Zutaten ein, die wir für die 11 Zwetschgenknödel (mit Kartoffelteig) brauchten. Petra und ich machten die Knödel zum ersten Mal, aber sie gelangen uns mit Ausnahme der zu groben Brösel und dem fehlenden Zimt recht gut. Zumindest haben wir alle elf gegessen
. Bilder? Hier

“Je höher du auf einen Berg hinaufgehst,
desto kleiner werden deine Sorgen.
Dort oben entsteht eine Klarheit des Denkens,
die nirgendwo anders möglich ist.”
Friedrich Stickler
dp*