Lazinser Rötlspitze (3037m)
Am Samstag (11.08.) war schön Wetter angesagt, so wollte ich natürlich die Landschaft von oben sehen. Dies geht am günstigsten vom Berg aus. Leider ist Jonas noch nicht wieder fit und Michl konnte nicht, so musste ich einen neuen Partner finden. Lange dauerte die Suche nicht, schon erklärte sich Marco, einer meiner Arbeitskollegen, bereit, mich zu begleiten. Wir hatten vor, auf den Tschigot (auch Tschigat, 2998m) zu gehen. Wir machten also aus, von Frangart um 4:15 zu starten. Wir wollten von Tabland (1250m) oberhalb Partschins aus die Tour angehen. So früh, da Petra am Vormittag arbeitete und ich am Nachmittag wieder bei ihr sein wollte. Zudem wollten wir das Wolkenmeer in den Tälern sehen, und dies geht am Besten in den Morgenstunden. Die Hochnebel und Wolken sollten sich laut Wetterbericht am Vormittag auflösen, was allerdings nicht so war. Wie auch immer, um 5.15 starteten wir von 1250m (wir parkten neben einer Straße) mit Stirnlampen Richtung Tablander Alm (Steig 1), die wir nach einer Stunde und 500 Höhenmetern erreichten. Danach ging es ziemlich steil nach oben, bis wir zur Weggabelung mit dem Steig 7b kamen. Von hier aus stapften wir durch Nebel, vorbei an Ziegen Richtung erstem Ziel, der Sattelspitze auf 2428m. Sie lag auf dem Weg, nur etwa 100hm oberhalb des Steiges, der zu unserem Hauptziel führte. Dort frühstückten wir erstmal ein paar Minuten. Dann kam die sichere Gewissheit, dass wir wieder ca. 250hm absteigen mussten, damit wir einen Weg Richtung Tschigot nehmen konnten. Zwar konnte man den Grat entlang aufsteigen, aber dafür hatten wir weder die Übung noch die Kenntnisse. Nachdem wir also fleißig die Höhenmeter ab- und anschließend wieder anstiegen, kamen wir auf etwa 2500m in die Sonne. Es war zwar durch das Gehen schon warm genug, aber ein bisschen Sonne tat gut, und so spazierten wir an den Tablander Lacken vorbei auf das Hasljöchl auf 2808m. Hier entschieden wir uns dann für die Lazinser Rötelspitze, zu der der Weg links abzweigte, zum Tschigot geht es rechts weg. Nach 5,5 Stunden waren Marco und ich auf der Spitze, auf welcher bereits ein anderen Wanderer saß und mit dem Gugger (Fernglas) in die Runde schaute. Eine herrliche Aussicht, trotz des Nebels und der Wolken, die herumhingen. Nach einer Rast von etwa einer Dreiviertelstunde traten wir den Rückweg an. Die 250hm mussten wir natürlich auch hier wieder zurücklegen, so war etwas Abwechslung beim Abstieg. Den Abstieg brachten wir mehr oder weniger laufend hinter uns, so waren wir vom Gipfel bis zum Auto nur 2,5 Stunden unterwegs. Diese Tour war eine weitere mit sommerlichen Temperaturen, die Tage bis zum nächsten Schneefall bis auf 3000m sind jedoch gezählt. Grazie Marco per la tua compania, la prossima volta sarà meglio partire un pò prima dell’alba
! Bilder gibt’s natürlich auch!
