Spronsertal
Es hat letzte Woche bis auf 2000m herunter geschneit (gschniebm). Somit ist es in höheren Lagen schwieriger zu gehn, weshalb sich Petra und ich für diesen Sonntag eine Runde ohne Gipfel ausgesucht hatten. Wir wollten das Spronsertal begehen. Vom Tiroler Kreuz (ca. 800m) etwas oberhalb Dorf Tirol sollte es losgehen bis zur Oberkaser Hütte und den Jägersteig auf der Seite der Mutspitze zurück zum Auto.
Wir starteten gegen halb 11, etwas, aber nicht zu spät. Vom Tiroler Kreuz aus folgt man dem 6er Steig Richtung Tal, zuerst kann man gemütlich auf einer Forststraße entlang wandern, vorbei am Longfallhof (1075m). Kurz danach beginnt ein neu angelegter Steig, der etwas auf den Berg hinauf führt und in meiner Tobacco Landkarte noch nicht eingetragen ist. Der Weg führt durch Wald bis zur Spronser Alm, w

o wir einer Schafherde begegneten, die vom Hirten talauswärts getrieben wurde. Auf dem weiteren Weg, der uns zur Bockerhütte führte, kamen wir an einem weiteren Hirten vorbei, der 3 Ziegen in Begleitung hatte. Mindestens eine nicht freiwillig, er hatte sie nämlich am Seil. Nun denn, etwas später erreichten wir die Bockerhütte auf etwa 1700m. Hier lag noch Schnee, da die Berge des Tales den Weg der Sonnenstrahlen größtenteils behinderten. So ging es weiter, rechts entlang dem Wildbach hinauf. Da Petra und ich im Schnee die Markierungen und somit nicht den richtigen Weg fanden, nahmen wir die abenteuerlichere Route durch den Wildbach, wo wir mehr oder weniger gekonnt die Steine bzw. Felsbrocken hinaufkraxelten. Dank ‘Guaranteed to keep you dry’ (Goretexmembran in den Schuhen) blieben unsere Füßchen trocken. Bis auf meinen rechten, der sich nach einem Tritt ins Wasser von oben mit der Nässe vollsaugte. Aber die Sonne schien, und durch das Gehen war der Fuß warm und somit alles ok. Kurz vor dem Ziel, der Oberkaserhütte auf 2131m, fing der Schnee an etwas tiefer zu werden, und wir waren froh, endlich gegen 14:30 unser Mittag essen zu können. dazu ein heißer Tee, und gelohnt hatten sich die Stunden an der frischen Luft. Nach dem Start gegen 15:15 erschreckte uns ein Hund, der mit zwei menschlichen Begleitern die Tour in die entgegengesetzte Richtung machte. Abwärts wählten wir eine Route, die viel flacher war, allerdings auch länger. So zog sich der Weg (Nr 25, dann 22a, dann 23) doch schon etwas in die Länge; vor allem hielt uns der Schnee durch vorsichtigeres Gehen ein. So kam wie es kommen musste … die Sonne ging unter. Mit Stil über dem Ortlergebiet. Und Petra und ich kamen in die Dunkelheit, etwa 1,5 Stunden vor dem Ziel. Etwas vor dem Gasthaus Mutkopf (1684m) begann der Wald, in welchem es dann auch ziemlich schnell düster wurde. Also packten wir Stirn- und Taschenlampe aus und leuchteten uns den Weg nach unten. Geister, Hexen, Monster, Vampire, Kobolde, Trolle und so gibt es, glaube ich, nicht, zumindest haben wir sie nicht gesehen. Etwa 500hm oberhalb Meran tranken wir den letzten Tee, schossen ein Foto von Meran aus der Höhe und machten uns mit diversen Gesprächsthemen auf dem Weg zum Auto. Um 18:30 kamen wir dort an, ich inzwischen mit zwei nassen Füßen aufgrund des Schnees und den nur halbhohen Schuhen, Petra mit trockenen. Es war eine abenteuerliche Tour, die, vor allem im Sommer zu empfehlen ist. Im Winter kann man den Weg, der größtenteils 1,5-2m breit ist, auch bequem mit Schneeschuhen gehen. Tal Heil! Ein- und Ausdrücke gibt’s hier
