Trip with Muater

Meine Muater (meine Oma mütterlicherseits, hat sich aber als ‘Muater’ eingebürgert), bat mich, mit ihr zwei Freundinnen auf der gegenüberliegenden Talseite ihres Hofes in Ulten zu besuchen. Petra nahm ich mit, und so kamen wir gegen 11:00 bei der Wegeinfahrt zum Innerhillebrand-Hof oberhalbe von St. Pankraz an. Die Zufahrt war nicht geräumt, nicht mit Leitplanken gesichert und Schneeketten hatte ich keine mit, so ließen wir das Auto stehen und gingen durch den 10cm hohen Schnee, um die Muater abzuholen.

Für ihre Nachbarin trug ich eine Tasche voll Tschurtschen (Tannenzapfen) mit zum nächsten Hof, und schlussendlich kamen wir gegen 12:45 statt 12:00 in Proveis bei Cilli an. Die Leberknödel, die sie uns gemacht hatte, lagen in der Zwischenzeit  knapp eine Stunde im Wasser und waren demnach nicht mehr die frischesten, aber daran sind wir selber Schuld. Sie schmeckten trotzdem lecker, es gab Sauerkraut dazu und zum Nachtisch Apfelkompott, Kaffe und Kekse. Petra und ich machten einen Spaziergang durch die schneebedeckte Landschaft, während Muater mit Willi, einem Freund, bei Cilli Karten spielte. Nach unserer Rückkehr spielten wir auch einmal mit und wärmten uns in der Küche auf. Um 17:00 starteten wir, immerhin wollten wir noch die Anna besuchen, eine weitere Freundin von Muater. Deren Zuhause lag auf dem Rückweg. Die Außentemperatur lag zeitweise bei -9,5°. Eine Stunde erzählten sich dann die Muater und Anna von früher und jetzt, wer von ihrem Jahrgang noch lebte und wie sich das Leben geändert hat. Danach fuhren wir mit der Muater wieder ins Tal hinab und auf der anderen Seite wieder hinauf, dieses Mal riskierte ich trotz des Schnees den Weg bis zum Hof, damit wir nicht mit der Stirnlampe die 20 Minuten bei -7° hineinstapfen mussten. Die Muater zeigte uns noch ihre selber gebastelten Taschen, von denen wir ihr eine abkauften, und die verzierten Kissen, dann schenkte sie uns eine Packung Lebkuchen und so starteten wir wieder Richtung Bozen.

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