Che Guevara Klettersteig

Dank dem Hinweis von Michael nahm ich bei einer vom AVS Prad organisierten Besteigung des Monte Casale über den  Ernesto Che Guevara Klettersteig teil. Am Sonntag, dem 26. April, trafen wir uns gegen 7:00 in Bozen Süd und fuhren gemeinsam mit einem vom AVS gemieteten Bus weiter bis nach Pietramurata. Dort verließen 8 Personen (darunter Michl und ich) den Bus, während die restlichen Passagiere noch weiter fuhren, um eine Wanderung zu unternehmen. Der Che Guevara Klettersteig gilt zwar nicht als schwierig, seine Länge ist aber mit 1400 Höhenmeter doch beachtlich. Hoch motiviert, ohne Stress und an einem gut gesicherten Pfad starteten wir also gegen 9:00 vom Einstieg. Ein Helm ist unbedingt ratsam, da der Felsen recht steil ist und teilweise Steine von Vorausgängern eine Gefahr für den Kopf darstellen könnte. Natürlich haben wir auch Klettergurt und Klettersteigset angezogen, um uns an den angebrachten Drahtseilen zu sichern. Laut Berichten im Internet ist unbedingt genügend Wasser mitzunehmen, sofern die Sonne scheint. Wir allerdings hatten nur einen Augenblick Sonne, danach war der Himmel bis zum Abend wolkenbedeck, und wir sollten auch noch in den Regen kommen. So trugen ich und die meisten anderen zuviel Wasser den Berg hinauf. Viele Bergsteiger waren an diesem Tag nicht unterwegs, so konnten wir gemütlich innehalten, Fotos knipsen, Richtung Val di Sarche und später Richtung Gardasee schauen oder einfach die Felsformationen bewundern. Nach etwa 4 Stunden kamen wir auf dem Monte Casale an, dessen Kopfbedeckung aussieht wie eine Weide, Krokusse blühten und Schnee lag auch, dort, wo die Sonne nicht hinkommt, wenn sie am stärksten ist. Wir aßen vor der Hütte Don Zio unser mitgebrachtes Mittag und setzten uns dann in die Stube, wo wir einen lauen, nicht guten Capuccino tranken. Dafür war der Grappa danach umso ‘heißer’. Nach etwa einer Stunde Aufenthalt in dem Rifugio machten wir uns auf zum Abstieg. Es begann bereits zu nieseln. Aufgrund der schneeigen Verhältnisse und dem Chaos im Wald, den der vergangene Winter mit seinem vielen Schnee angerichtet hat, verloren wir den Pfad aus den Augen. So wurde unsere Tour verlängert, unser Equipment immer nässer und die asphaltierte Straße, die wir dann noch zu gehen hatten, etwas unangenehm für die hartbesohlten Bergschuhe. Der Reisebus holte uns unterwegs ab, da die Wanderer nicht zu lange auf uns warten sollten. Nach der Rückkehr in Bozen bereitete Petra Michl und mir leckere Kräuternudel zu, welche wir gerne und zur Genüge aßen. Neben den Fotos, die man hier anschauen kann, sind noch einige Eindrücke und ein Bluterguss unter dem Nagel des großen Zehs geblieben, den ich mir durch einen Tritt gegen einen Stein eingeholt hatte.

Unter Garmin Connect sieht man die mit GPS aufgezeichnete Route.

Tourbeschreibung bei Seilschaft.it

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