Lago d’Iseo Wochenende

Der 1. Mai, Tag der Arbeit, war frei. So beschlossen Petra und ich, an den Iseo See zu fahren. Iseo, weil der Garda- und der Caldonazzo See sicher von Touristen überflutet war. Der Iseo See liegt etwa 2 Stunden Autofahrt von Bozen entfernt, so war die Fahrt nicht zu lange. Über das Internet hatten wir uns einen guten, aber dennoch günstigen Campingplatz gesucht und gefunden. Am Freitag Nachmittag kamen wir im Camping an, jedoch waren keine Chalets mehr frei, weshalb wir uns für ein Appartement entschieden. Zur Zeit ist die günstigste Saison für Camper, so war auch die Wohnung mit 50 (für 2 Personen) bzw. 54 für 4 Personen nicht sonderlich teuer. Die Wohnung war aus dunklem, alten Holz, es quietschte und knarzte bei jedem Schritt, aber es war sauber und wir hatten sowieso vor, die Zeit im Freien zu verbringen. Am Strand waren zwei Bereiche eingerichtet, welche die Camper benutzen konnten, einer war als Wiese, der andere als Sandtrand angelegt. Wir entschieden uns für die Wiese. Dort lagen wir in der Sonne, ein Lüftchen wehte und wir widmeten uns unseren Büchern und lösten Kreuzworträtsel. Da die Wohnung für 2 doch etwas groß war, es standen zwei Doppelbetten und ein Stockbett darin, riefen wir am Abend Marion und Bicio an. Wir wollten sie fragen, ob sie etwas Besseres zu tun hätten oder ob sie uns Gesellschaft leisten wollten, wir hätten noch ein günstiges Doppelbett frei.  So kam es, dass Marion und Bicio am nächsten Tag, nachdem sie den See auf ihren Rädern umrundet hatten, gegen 14:00 im Camping ankamen und uns auf der Wiese Gesellschaft leisteten. Am Abend spazierten wir in die Ortschaft Iseo, in der wir ein nettes Restaurant fanden und uns Fischgerichte bzw. Pizza schmecken ließen. Ein Eis der Gelateria Amalfi als Nachtisch musste auch dran glauben und nach dem Spaziergang zurück in die Wohnung schliefen wir gesättigt und zufrieden ein.

Am nächsten Morgen machten wir uns Frühstück, wobei uns allerdings die Mokkamaschine (Espressomaschine), die in der Küche zur Verfügung stand, tratzte, denn anstatt den durch heißem Dampf entstehenden Kaffe in den dafür vorgesehenen Behälter zu leiten, tropfte dieser ungeniert aus dem Ventil auf die Herdplatte. Etwas enttäuschend war dies schon, immerhin befindet sich der Camping in Italien. Nun, mit etwas Nachhelfen und Basteln kamen wir doch zu unserem Kaffe, den wir auf der Terasse zu Butter-Marmelade-Brot, Joghurt, Colomba und Orangensaft genossen. Den Rest des Tages hielten wir uns wieder auf der Wiese auf, auf ein Bad im See, dessen kaltes Bergwasser uns den Atem stocken ließ, hatten wir kaum Lust. So duschten wir uns hin und wieder die Hitze vom Leib, lasen oder spielten eine Runde mit einem mitgebrachten Ball. Abends, während Marion und Bicio sich auf dem Tennisplatz entkräfteten, aßen Petra und ich noch eine Pizza im Camping Restaurant, bevor der Antritt zur Heimreise kam.

Ein erholsames Wochenende ging zu Ende, danke Marion und Bicio für die Gesellschaft! Eindrücke gibt es ausdrücklich hier.

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.