Nachgeholter Muttertag
Am 16. Mai holt meine Familie den Muttertag nach. Zum ‘richtigen’ Tag nämlich befand sich meine Mama mit Tata in Portugal in Urlaub. Da ich tags zuvor erst mein neues Rad abholen konnte und Petra diesmal nicht mitkam, beschloss ich, mit dem neuen Rad nach Schluderns zu fahren. Gegen 8 Uhr machte ich mich auf den Weg, die 90km erst durch das Burggrafenamt, dann durch den Vinschgau zu radeln. Mein Ziel war es, um 12, spätestens um 12:30 dort zu sein, ich wollte ja nicht unpünktlich sein; denn wir trafen uns zum Mittagessen. Mit dem neuen Rad (siehe Artikel vorher) machte das Radeln von Beginn an mehr Spaß, es lief viel geräuschärmer und leichter dahin als das Alte. Demnach war ich gegen halb 10 in Algund, wo ich vor der ersten Steigung in eine Bäckerei trat, um Brot für das Essen zu kaufen. Den Bergrucksack hatte ich als Transportmittel auf dem Rücken. Das Mittagessen war in Form eines Picknickes geplant, in der Au, wie ich später erfuhr. Nach dem Einkauf und dem Genuss eines einheimischen Trinkjoghurts ging es den neu gestalteten Radweg zur Töll hinauf, von dort leicht steigend weiter bis nach Schlanders. Gegen 11:30 war ich in Laas am Trinkwasserbrunnen nebem dem Radelweg angekommen, füllte meine Trinkflasche auf und machte mich dann auf den Weg, die letzte halbe Stunde zu radeln. Nach 3 Stunden und 57 Minuten (reine Fahrtzeit) kam ich in pünktlich Schluderns an.
Gemeinsam mit den Familienmitgliedern mit Anhang ging es dann in die Au, wo mein Tata dem ärgsten Bodenwuchs mit dem Trimmer zu Leibe rückte. Schnell waren Tisch und Stühle aufgestellt und Decken ausgebreitet, damit man sich nach dem Essen wie die alten Römer auf den Boden legen konnte. Obwohl der Wettermann Regen vorausgesagt hatte, waren wir fast immer in der Sonne, ja, mussten uns sogar in den Schatten legen. Nach einem gemütlichen Nachmittag, während Greta einen Baum umriss (ich war nicht ganz unschuldig
), Laura die anderen beim Schläfchen störte, Tata Bäume vom wilden Hopfen befreite und wir uns immer wieder an den Speisen labten, stand ich am gegen 19:00 am Zugbahnhof in Schluderns. Mit dem Vinschger Zug fuhr ich bis Meran, wo mich Petra liebenswürdigerweise abholte. :-* So ging ein sportlicher und familiärer Tag zu Ende. Bedauerlich war nur, dass ich den Fotoapparat vergessen hatte, so gibt es keine Fotos vom Muttertag in der Au. Pech gehabt
