Hochzeit!
Meine Schwester hat am 01. Juni geheiratet. Das war am Pfingstmontag, der Dienstag war frei, da Italien an dem Tag Staatsfeiertag hat. Damit ist Bernadette die ungeschlagene Nummer Eins bezüglich Kinder und Ehe unter mir und meinen drei Geschwistern.
Da die Vorbereitungen lange andauerten, um den schönsten Tag des Lebens auch zum Schönsten werden zu lassen, war das Ergebnis auch so schön wie erwartet. Begonnen hat der Tag mit dem katholisch-kirchlichen Treffen in der St. Martins Kirche in Mals, welche zu dem Zweck von Berna, Petra und mir zwei Tage zuvor geschmückt wurde. Eine kleine, feine Kirche, ohne Seitenschiffe, aber mit Glockenturm und Platz für alle Verwandten und Freunde. Der Herr Dekan leitete die Messe, ein Gospeltrio umrahmte die Feier mit Evergreens (so auch dem zu in dieser Situation Tränen rührendem Bergwerk). Sehr passend.
Nach dem Kirchen gab es einen Aperitiv, der die Gelegenheit bot, die anderen Hochzeitsgäste anzuschauen und mit ihnen zu ratschen (plaudern). Kleine Häppchen und Appetit anregende Getränke wurden angeboten, mein Patenkind Valentin und sein Freund untermalten die Gesellschaft mit sanfter Jazzimprovisationsmusik, oder ein engagierter Ziehorgelspieler gab Volksmusik zum Besten. Bei dieser Gelegenheit wurden auch Familien und Verwandtenfotos geknipst. Auch die Zäune fehlten nicht. Hierzu zur Erläuterung: Ein Zaun nach einer Hochzeitsmesse wird von Freunden oder Kollegen organisiert und dient dem ‘Auf die Probe stellen’ eines Brautpaarteils, es gilt dabei in Form von nicht ganz ernst gemeinten Aufgaben die Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Nach dem Aperitif ging es in einer hupenden Autokolonne zu einem Parkplatz, auf welchem ein weiterer Zaun vorbereitet wurde. Bei diesem musste sich das Brautpaar als wirkliches Paar bestätigen, indem sie aneinander gebunden wurden und verschiedene, vor allem haushälterische Aufgaben bewältigten. Danach fuhren die Hochzeitsgäste mit Luftballons nach Glurns in’s Gloria Vallis, in welchem das Hochzeitsmahl stattfand. Die wunderbaren Speisen wurden in größeren Abständen serviert, sodass man sich zwischendurch mit anderen Gästen unterhalten oder ein Kartenspiel wagen konnte. Wie traditionell üblich, wurde auch bei dieser Hochzeit die Braut ‘gestohlen’, ein Brauch, bei dem die Braut von einer Freundin/Verwandten von einer Bar zur anderen geführt wird, um ein Gläschen zu kippen. Die Trauzeugen (Tobias und Uli) hatten die Aufgabe, die Braut zu finden, sie mussten allerdings auch die Rechnungen in den Bars begleichen, die die Truppe mit der Braut hinterlassen haben. Auch ich war Teil der Brautstehlergruppe, bis wir in der vierten Bar von den Verfolgern aufgespürt wurden.
Nachdem wir auf das Fest zurückgekehrt waren, wo der Bräutigam (hoffentlich: -) ) schon sehnsüchtig wartete, gab es einen weiteren Zaun: Bernadette war Besucher bei der Millionenshow, moderiert von Uli, und musste Fragen zu ‘ihrem’ Gerd beantworten. Bei einigen Fragen kamen so Tatsachen ans Tageslicht, die man vorher dem Gerd nicht zugetraut hätte
. Bernadette jedenfalls kennt ihren Gerd nach acht gemeinsamen Jahren gut genug, sodass sie den Hauptpreis (mit Hilfe der Joker) erreichte. Der Hauptpreis war ein gerdiges Goldstück… Kurz darauf gab es den Hochzeitskuchen, ebenfalls in hellgrün gehalten mit Marzipanmargeriten. Die Hochzeitsgäste konnten sich an diesem und weiteren Kuchen und Torten laben. Dazu gab es Kaffe. Während der Feier wurden die Hochzeitsgäste an ein Plakat gebeten, um einen grünen Fingerabdruck mit Unterschrift als Erinnerung zu hinterlassen. Als der DJ seine Arbeit aufnahm und das Paar mit einem Walzer die Tanzzeit eröffnete, lagen die Kinderchen bereits im Bett. Bis 4 Uhr früh tanzten wir zu verschiedenen alten und aktuellen Hits, bevor wir das Brautpaar in die schwer benötigte Nachtruhe entließen.
Danke Berna und Gerd (und die zwoa Pfurflen) für den schianen Tog und olls, olls Guate für enkre Zukunft!Der Pate
Sollte ich irgendwie an Fotos kommen, welche ich online stellen darf, werde ich dies natürlich sofort tun. An diesem Tag fungierte jedenfalls nicht ich als Fotograf, da zwei bessere Kameras und Talente mit dabei waren. Bilder sind nun online! (Fotografin: Caroline Trafoier, Schluderns)

Hallo liebes Bruderherz! Auch wir möchten uns an dieser Stelle für all die tollen Überraschungen (Zäune, Millionenshow, Hochzeitszeitung, Jahrgangseinlagen, Gedichte…) und die Mitarbeit von unseren Gästen (Hochzeitstorte, Fotografiererei, Dekoration, blumenstreuende Kinder, Musik und und und) bedanken, ohne euch wäre es niemals ein so besonders schöner Tag geworden!!! DANKE! Hoffe auch, dass die Fotos sobald als möglich auf diese Seite gestellt werden können, wenn dann auch für jedermann ersichtlich ist wieviel (-wenig bis nichts) mein Ehemann in der Nacht vor der Hochzeit geschlafen hat
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Bis bald und liebe Grüße aus Mals, Berna und Co.
War wirklich ein wunderschönes Hochzeitsfest und ein gelungener Tag!! Auch von meiner Seite nochmals alles, alles Gute euch vieren!!