Weißhorn – Schwarzhorn

Am Sonntag, 14. Juni, arbeitete Petra, so suchte ich eine für mich passende Tour. Da mir das Radeln mit dem neuen Fahrrad sehr zusagt, wollte ich, zumindest einen Teil der Tour, mit diesem zurücklegen. Gipfelziel war zunächst das Weißhorn, welches wir Petra und ich am Sonntag zuvor von der Bletterbachschlucht aus gesehen hatten. Über das Eggental kommt man auf den Lavaze Pass, von welchem aus man auf das Jochgrimm gelangt, das das Weiß- und das Schwarzhorn voneinander trennt.Da ich nicht durch die Tunnels radeln wollte, welche sich am Anfang des Eggentales befinden, lieferte ich das Mountainbike bis nach Stenk, von wo aus die Hauptstraße auf 15 km 1100 Höhenmeter bis zum Jochgrimm nach oben führt. Es war nicht gerade kühl, und der Rucksack und die Steigung brachten mich bereits nach wenigen hundert Metern zum Schwitzen. Als ich nach 1h und 45min auf dem Jochgrimm ankam, war ich froh um des Lüftchens, welches dort wehte. Ich schloss das Rad ab, stellte es hinter einen Zaun und machte mich auf den Weg auf das Weißhorn. Vom Jochgrimm aus sind es laut Beschilderung 45 Minuten (330Hm), die man, wenn man öfter einen Spaziergang macht, jedoch nicht braucht. Nach einer halben Stunde saß ich auf dem Weißhorn und aß Rittersportschokolade mit Brot und eine Banane. Dazu Wasser. Ich schaute in die Bletterbachschlucht, sah den Alpenhauptkamm, den Rosengarten, Latemar, Rittner Horn, Mendelpass, Penegal, Ifinger … eine wunderbare Aussicht, dazu wunderbares Wetter! Nicht wunderbar war allerdings die Ruhe auf dem Weißhorn, die gab es nämlich nicht. Aufgrund der leichten Erreichbarkeit auch für Kinder und Senioren belagerten viel zu wenig erschöpfte Wanderer die Gipfelkreuznähe, welche nun den Gipfelsieg am Telefon einem Freund im italienischen Italien kund taten oder aufgrund des angeborenen Temperaments lauthals miteinander redeten. Es war ca halb eins, als ich mich auf den Weg nach unten machte. Das Schwarzhorn, kaum einen Kilometer vom Weißhorn entfernt, aber aus Bozner Porphyr und nicht Dolomit-Kalkstein. Von den Gesteinen kommen auch die Namen der beiden Berge. Zwischen Weißhorn und Schwarzhorn nahm ich das Rad, soweit ich konnte, dann schloss ich es ab und machte mich auf den Weg zum Schwarzhorn. Als ich dort am Gipfelkreuz ankam, war ich alleine; dies, obwohl das Schwarzhorn nur etwa 150 Höhenmeter höher ist als sein gegenüber. Ich setzte mich auf den von Ziegen zugekackten Boden (die Exkrementform ähnelt die von Hasen), nachdem ich einige dieser trockenen Bällchen auf die Seite gerollt hatte. Es dauerte allerdings nicht lange, als auch eine Gruppe von italienischen Senioren neben mir ankam. Ich knipste auf deren Wunsch hin ein Gipfelfoto von ihnen, aß mein Schokolade auf und machte mich dann auf den Abstieg. Ich freute mich auf das Rad, so blieb mir der große Teil der Höhenmeter erspart, da ich mit dem Rad nur mehr bremsen musste. In 23 Minuten war ich vom Jochgrimm zum Auto gerollt. Es war eine schöne kombinierte Tour bei schönstem Wetter, Fotos finden sich hier.

One Comment

  1. Petra sagt:

    Bravo Flori*!Respekt!!
    :)

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