Großer Ifinger

21. Juni, der hellste Tag des Jahres. Zum ersten Mal in diesem Jahr haben Michael, Jonas und ich zusammen eine Bergtour gemacht. Unser Ziel war der große Ifinger, Hausberg von Schenna bei Meran. Es gibt den kleinen und den großen Ifinger mit einer Höhe von 2552m bzw. 2581m. Der Große war unser Ziel. Da wir 3 Vinschger in unterschiedlichen Teilen Südtirols wohnen, war ein Treffpunkt auszumachen. Während Jonas und ich einen Teil mit dem Rad zurücklegen wollten, ist der Drahtesel (noch) nicht Michaels Freund.Auf jeden Fall startete ich gegen 7:55 Uhr in Bozen mit dem Rad Richtung Meraner Hauptbahnhof, um 9 Uhr sollte ich dort sein. Ich war eine viertel Stunde zu spät dran, was für mich nichts Neues, wenn auch nichts Lobenswertes ist. Nach  1 Stunde und 16 Minuten nahm ich den Bergrucksack das erste Mal ab, um mit Jonas auf der Karte nach einer geeigneten Aufstiegsroute zu suchen. Obwohl von der Ifinger-Hütte keine Route auf den Gipfel eingezeichnet war, schlugen wir diese Richtung ein. Wir radelten zur 850m hoch gelegen Talstation des Taser Gondelliftes hoch. Dort stieß Michael zu uns. Wir sperrten die Räder ab und folgten den markierten Wegen bis zur Ifinger Hütte (1815m). Das Frühstück hatte ich längst verbraucht, so gönnten wir uns das Mittagessen bereits hier. Nach Brot, Käse, Schokolade und Banane tranken wir noch einen Kaffe auf der Terasse der Hütte, bevor wir uns nach dem Weg fragend auf die Weiterreise machten. Über den Südwestgrat sollte es uns auf den Gipfel führen. Der Einstieg bis zum Grat war ziemlich lang, ein ungemütliches Lüftchen wehte und wir waren uns nicht sicher, ob uns das Wetter trocken hielt. Im Laufe des Aufstiegs wurde das Wetter aber freundlicher. Obwohl die Route nicht als Klettersteig zu bezeichnen ist, findet man Ketten, Seile und Drahthilfen für den Aufstieg. Für schwindelige Bergfreunde sicher von Vorteil und bei einer Stelle war mir das Seil auch sympathisch. Der Steig führt über leichte Felskletterei,es genügt dabei aber, ein Gespür für einen sicheren Tritt zu haben und die Hände zu Hilfe zu nehmen. In einer Rinne trafen wir noch auf ein Schneefeld, welches wir vorsichtig umgingen. Kurz darauf standen wir bei einer herrlichen Aussicht auf dem Gipfel. Wolken und Sonne wechselten sich ab, ein Lüftchen wehte und wir setzten uns auf Felsbrocken und verstauten das Essbare um in unsere Mägen. Rundum lagen, inzwischen mir auch von oben bekannte, Berge und Täler: Vinschgau, Spronsertal, Passeiertal, Sarntal, Etschtal, Ultental, um diejenigen zu nennen, welche unmittelbar vor uns lagen (man muss sich dazu natürlich im Uhrzeigersinn drehen). Mit der Rast kam der Rost bzw. die Abkühlung, und schon war es nicht mehr so prickelnd, auf dem Gipfel zu sitzen. Also Rucksäcke geschultert und auf der Gegenkathete abwärts Richtung Kuhleiten Alm. Von dort stiegen wir ab Richtung Bergstation der Pfiffinger Bahn (Meran 2000). Ab hier querten wir über den Steig Nr. 18 entlang dem Ifinger zur Ifinger Scharte, von wo aus wir zügigen Schrittes den Abstieg zur Ifinger Hüttte, dann zur Taser Bergstation und schließlich zum Parkplatz zu den Gefährten auf uns nahmen. Da es mittlerweile schon 19 Uhr war, vertagten wir das ‘Einen trinken’ oder sogar die Pizza auf ein ander Mal. Meine Armbanduhr, welche die Tour hätte aufzeichnen sollen, gab den Geist des Akkus bereits nach 7:55 Minuten auf, wie man auf der Garmin Seite (siehe Link unten) sehen kann. Nachdem ich also noch die 30km bis nach Haslach geradelt war, schlug es 20:45 Uhr. Petra kam mir entgegen. Zusammen und in Begleitung zweier dem Verzehr geweihter Pizza kamen wir in die Wohnung und genossen die italienische Kultspeise.

Danke Michl und Jonas für die schöne Tour und Petra für die Geduld! :-)

Links:

  • Die Tour gps-mäßig (leider nur bis zur 475. Minute)
  • Meine Bilder (Bilder von Michl bekomm’ ich noch; hoffentlich :-) )

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