Fennberger Klettersteig
Am 19.Juli hatten Michael, Jonas und ich vor, an einer vom AVS Prad organisierten Gletschertour auf den Piz Kesch teilzunehmen. Da es aber in der Nacht von Freitag auf den Samstag 30cm Neuschnee auf der Hütte gab, wo wir übernachten wollten, fiel die Tour in den Schnee. Somit suchten wir eine Alternative, was nicht ganz so leicht war, da die Berge in der Nähe über 2000Hm alle Neuschnee hatten. So entschieden wir uns für einen Klettersteig. Mithilfe von Wanderbüchern wurden wir fündig und entschieden uns für den Fennberger Klettersteig, der von der Grenze zwischen Trentino und Südtirol nach Fennberg führt. Dabei ist die Höhe von ca. 800m zu überwinden (von etwa 225Hm auf 1116Hm).So trafen wir drei uns am Sonntag gegen 9:00 bei Bozen und fuhren die Weinstraße entlang bis nach Roverer della Luna, wo wir bei einem wenig besetzten Militärlager das Auto parkten. Etwas später befanden wir uns bereits beim Einstieg zum Klettersteig. Helm, Gurt und Set montiert, und los ging’s. Die Luft war durch das Tief am Tag zuvor schön kühl, ebenso war es etwas windig, was uns den Aufstieg des bei normalen Sommertemperaturen nicht zu empfehlenden Steigs leichter machte. Wie für einen Klettersteig üblich, sind Stellen, bei denen sich der Wanderer schwindeln und herunterfallen kann, mit Leitern, Klammern oder Stahlseilen gesichert. Mit dem Klettersteigset hängt man sich dort ein, um mehr (vor allem psychische) Sicherheit zu bekommen. Gegen Mittag kamen wir in Fennberg an, wo wir uns in die Nähe des Fennberger Sees setzten, um unseren Proviant zu essen. Danach suchten Michael und ich uns ein Gasthaus, um ein kühles Bier zu genießen und einen Kaffe zu trinken. Jonas legte sich inzwischen in die Sonne. Nach dem Bier gesellten sich Michl und ich wieder zu Jonas und wir entschlossen, in den See zu hüpfen und eine Runde zu schwimmen. Da wir keine Badesachen mit hatten, zweckentfremdeten wir die Unterhosen und umrundeten schwimmend den biotopischen See. Nachdem danach unsere Unterwäsche einigermaßen getrocknet war, machten wir uns auf dem Weg zurück zum Auto. Dazu wählten wir eine angenehme Abstiegsroute, über Rovere della Luna. Richtung Bozen kehrten wir in Kaltern im Cafe Trude ein, um uns ein Eis zu gönnen. Ein gemütlicher Tag mit einigen schönen Ausblicken auf das Südtiroler Unterland und einem erfrischenden Bad in einem Biotopsee ging zu Ende.
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