Hasenöhrl (3257m)
Am Sonntag war ich mit Michl auf dem Hasenöhrl im Ultental. Seit langem wieder eine Tour ‘nach Plan’. Wie die Beschreibung im Wanderführer vorschlug, parkten wir auch gegen 8:15 bei der Kuppelwieser Alm (1975m). Vorbei am Arzkarstausee stiegen wir Richtung Gipfel. Noch vor elf Uhr gaben wir uns zum Berg Heil die Hand am Gipfelkreuz. Wir waren bei weitem nicht die einzigen. Die Luft war durchzogen von leichtem Nebel und Smog, so war die Fernsicht nicht gerade berauschend. An die Aussicht über den Vinschgau kommt das Hasenöhrl nicht an die Laaser Spitze oder die Tschenglser Hochwand heran, aber es bietet bei klarer Luft einen Rundumblick von der Ortlergruppe über das Rittner Horn bis zur Brentagruppe. Gemütlich aßen wir unseren Proviant, schauten in die Ferne, bauten ein kunstvolles, wenn auch nicht sehr standhaftes Steinmännchen und machten uns dann an den Abstieg. Etwas später saßen wir vor der Jausenstation Steinrast und genossen ein gutes Bier und einen weniger guten Eiskaffe. Mit den Tischnachbarn (Nachbarn am selben Tisch, nicht Nachbarn am Nachbartisch) verfielen wir in ein Gespräch über dies und jenes zum Thema Sport.
Nach dem Besuch der Jausenstation ging es weiter nach St. Pankraz zum Innerhillbrand Hof, welche stolze Besitzerin meine Oma (im Familienmund ‘Muater’) ist. Sie freute sich über den Besuch und hatte für mich bereits ein Milchlaible gekauft, welches ich natürlich nicht schlecht werden lassen wollte. Als die Muater erfuhr, dass Michael ein Künstler (Holz- und Steinbildhauer) ist, war sie noch froher
. Etwa eine Stunde blieben wir dort und bekamen Kaffe, Kekse und Witze serviert. Bei der Verabschiedung bekamen wir noch ein paar Guatselen (Süßigkeiten) mit und fuhren dankend von dannen.
Fazit des Tages: Freude nehmen und Freude geben.
