Sarnthein – Pemmern
Letzten Freitag hatte ich keine Vorlesung, so nahm ich mir den Vormittag, um auf den Berg zu gehen. Ziel war die Sarner Scharte, welche sich taleinwärts rechts von Sarnthein bis auf 2460m erhebt. Gegen 7:45 startete ich von Sarnthein; bis dorthin hatte mich Petra gefahren, welche auf dem Weg zur Arbeit sowieso diesen Weg machte. Während es anfangs recht kühl war, wurde mir schon nach kurzer Zeit warm, als ich durch den Wald Richtung Scharte marschierte. Lange Fäden von irgendwelchem Getier hingen von den Nadelbäumen und blieben im Gesicht hängen. So begann ich, wie ein Wünschelrutengänger mit einem Ast vor mir hin und her zu wedeln. Sah bestimmt lustig aus. Andere Wanderer traf ich nicht, und das sollte auch bis zum Ende der Tour so bleiben. Zweieinhalb Stunden später stand ich auf der Scharte, der Wind pfiff mir um die Ohren, und bald hatte die Mütze ihren Platz gefunden. Zwar schien die Sonne durch eine milchige Wolkenschicht, wärmte aber kaum. Nach Tee und Joghurt ging es also recht zügig weiter, um mich wieder aufzuwärmen. Auf der anderen Seite der Scharte ging es nun durch knöcheltiefen Schnee den Markierungen nach bis auf den Gasteiger Sattel, wo der Aufstieg zum Rittner Horn begann. Dort angekommen, aß ich noch ein Stück Käse, Mandarinen und Tee, worauf ich den Abstieg nach Pemmern antrat. Petra holte mich dort eine Stunde später, um mit mir bei ihr zu Mittag zu essen.
Die Tour habe ich unter www.trekking.suedtirol.info zusammengestellt.

